Knorpel

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Knorpel ist ein glattes, gefäßloses aus Zellen und extrazellulärer Grundsubstanz bestehendes Stützgewebe. Er überzieht Gelenke in Form von Gelenkknorpel an z.B. Knie- oder Hüftgelenk. Der Knorpel sorgt für die reibungslose Beweglichkeit der Gelenke. Neben dem Gelenkknorpel findet sich im menschlichen Körper auch Knorpelgewebe in Form von Bandscheiben, Menisken, in den Epiphysenfugen, dem Ohr, der Nase, den Atemwegen, dem Thorax und dem Kehlkopf. Wir möchten uns im Folgenden dem Gelenkknorpel näher widmen.

Was ist ein Knorpelschaden ?

In den meisten Gelenken überzieht ein glatter, elastischer hyaliner Knorpel die Gelenkflächen.  Er stellt sicher, dass sich die Gelenkpartner ohne großen Widerstand gegeneinander bewegen können. Knorpel besteht aus einem Kollagenfasergerüst und hat einen hohen Wasseranteil.  Durch seine Elastizität dient der Knorpel auch als Stoßdämpfer. Der Knorpel selber hat keine Blutgefäße. Seine Ernährung erfolgt über die Gelenkflüssigkeit und teilweise über den darunterliegenden Knochen.  Aus diesem Grund ist ein einmal geschädigter Knorpel nur sehr geringfügig in der Lage sich zu erholen. Eine leichte Abnutzung des Knorpels im Laufe des Lebens ist normal. Verletzungen, Unfälle oder eine sehr intensive sportliche Betätigung können jedoch zu einer mehr oder weniger starken Schädigung des Knorpels führen. Ebenfalls spielt die erbliche Disposition eine Rolle bei der Abnutzung des Knorpels.

Welche Beschwerden macht ein Knorpelschaden ?

Eine Knorpelschädigung geht in aller Regel mit Schmerzen bei Belastung des Gelenkes einher. Gelenkergüsse und Schwellungen können auftreten. Liegt eine akute Verletzung vor, kann es auch zu Einklemmungen und Blockaden kommen. Eine diffuse Schädigung des Knorpels kann mit der Zeit in eine Arthrose übergehen.  Studien zeigen,  dass die Häufigkeit von Knorpelschäden bei  Amateur- und Profisportlern zunimmt.

Diagnostik bei Knorpelschäden

Neben der genauen Erhebung der Krankengeschichte und der körperlichen Untersuchung spielt neben Röntgen- und Ultraschall- die MRT-Untersuchung eine Hauptrolle in der Darstellung des Knorpels.

Existiert eine nichtoperative Therapie bei Knorpelschäden ?

Nicht jeder Knorpelschaden ist für eine operative Therapie geeignet. Sportler mit Knorpelschäden sollten auch immer eine konservative Therapie erwägen. Neben allgemeinen Dingen wie Gewichtsabnahme, Ernährungsumstellung und Lebensstiländerung gehören Nahrungsergänzungsstoffe und Spritzen in das Gelenk zu konservativen Therapieansätzen.  Insbesondere neuere Formen der Hyaluronsäure (Doppelkammerspritze) und Wachstumsfaktoren (PRP) zeigen in Studien vielversprechende Ergebnisse. Ein intensives Rehabilitationsprogramm mit neuromuskulärem und spezifischem Krafttraining ist bis zu einem Jahr erforderlich.

 

Operative Therapie bei Knorpelschäden

Die operative Therapie des Knorpelschadens sollte individuell nach Art und Größe des Schadens festgelegt werden.  Die Frage von Fehlbelastungen bei Achsenabweichungen z.B. O- oder X Beine sollten in die Überlegungen mit einbezogen werden. Die knöcherne Situation spielt eine Rolle. Die besten Ergebnisse erzielen junge Patienten mit nicht voroperierten frischen Knorpelschäden. Neben der Refixation größerer Knorpelstücke kommen häufig knochenmarkstimulierende Verfahren (Mikrofrakturierung/Nanofrakturierung; Anbohrung) zur Anwendung. Der Wirkmechanismus beruht auf freigesetzten mesenchymalen Stammzellen  aus dem Knochenmark. Dabei können zusätzlich Wachstumsfaktoren(PRP) positiv unterstützend wirken.  Zusätzlich kann ein dreidimensionales Gewebe aus Hyaluronsäure ( Hyalufast ®), als Gerüst für die mesenchymalen Stammzellen dienen und optimale Bedingungen für die Knorpelneubildung( Chondrogenese) bieten. Seit 2009 wendet Dr. Ziolko bei größeren Knorpeldefekten in seiner Praxis die sogenannte autologe Chondrocyten-Transplantation (ACT) mit sog. Späroiden an. Diese Technik hat im Jahr 2017 aufgrund ihrer guten Ergebnisse  eine Genehmigung der europäischen Arzneimittel-Agentur zur Reparatur von symptomatischen Gelenkknorpeldefekten im Kniegelenk erhalten. (ggf. OP Bild nach ACT ). 

 

Chondrofiller

Ein neues Verfahren welches Dr. Ziolko, einer der führenden Orthopäden in Köln, in seiner Praxis nutzt ist ein biologisches Kollagenimplantat der allerneuesten Generation und erspart seinen Patienten hiermit nicht nur Schmerzen, sondern auch erhebliche Kosten.  Zur Anwendung kommt das Kollagenimplantat namens Chondrofiller bei Knorpelschäden an Gelenken und Arthroseerkrankungen. Die neuartige Methode bietet zahlreiche Vorteile gegenüber den klassischen Behandlungen von Knorpelschäden und könnte mittelfristig diesen Teilbereich der Orthopädie revolutionieren.

 

Der Orthopäde in Köln verwendet Chondrofiller, weil es ohne künstliche Zellzüchtung auskommt und nur eines einzigen operativen Eingriffes bedarf.  Die bisher verwendeten Behandlungsmethoden stellen im Vergleich dazu relativ große Eingriffe dar, die zudem teuer und mit einigen Nachteilen belastet sind. Die klassischen Verfahren wie Mikrofraktuierung, Osteochondroale Zylindertransplantation (OCT) oder Autologe Knorpelzellentransplantation (ACT) führen entweder zu Knorpelersatz minderer Qualität oder bedürfen mehrerer operativer Eingriffe.  Zudem wird die Transplantation körpereigener Knorpelzellen aufgrund des hohen zeitlichen und finanziellen Aufwandes häufig von den Krankenkassen nicht übernommen.

Vorteile von Chondrofiller

An dieser Stelle werden gleich mehrere Vorteile des neuartigen Kollagenimplantates deutlich, wie es von Dr. Ziolko verwendet wird. Mit Chondrofiller ist es beispielsweise nicht mehr nötig, Zellen vorab im Labor zu züchten. Zudem ist dieses Kollagenimplantat gelenkschonend und effizient. Der Eingriff ist für die Patienten bedeutend angenehmer, da nur eine einzige Operation nötig ist, die zudem relativ schnell verläuft. Je nachdem, ob Chondrofiller als Flüssigkeit oder Gel verwendet wird, kann die OP arthroskopisch mit einem speziellen Endoskop oder minimalinvasiv erfolgen. Beide Varianten schonen den Patienten oder die Patientin soweit es möglich ist, indem größere Operationen vermieden werden. „Chondrofiller ermöglicht in einzigartiger Weise eine effiziente Regenerierung von Gewebe und ist dabei erstaunlich schonend für die Patienten“, so der praktizierende Arzt Dr. Ziolko.

Der Körper hilft sich selbst

Das zur Transplantation verwendete Kollagen ist biologisches, hochreines Kollagen, welches das häufigste Strukturprotein des menschlichen Körpers ist. Da es sich auch um einen körpereigenen Stoff handelt, ist es zur Transplantation besonders gut geeignet. Die zahlreichen positiven Effekte ergeben sich auch aus dem Fakt, dass eine Implantation mit Chondrofiller autogenerativ ist, das heißt die körpereigenen Kräfte zur Bildung von Zellen anregt. Diese wiederum besiedeln das Kollagen im Körper und bauen letztendlich das erwünschte Gewebe auf.

Mitglied der Internationalen Knorpel Therapie Gesellschaft

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Orthopädische Praxis bietet umfassenden Patientenservice

Wir behandeln in unserer Praxis in der PAN Klinik Köln Privat- und Kassenpatienten aller Altersstufen. Profitieren Sie von der interdisziplinären Kooperation des hochprofessionellen Ärzteteams aus zahlreichen Fachbereichen. Bei uns erhalten Sie individuelle und kompetente orthopädische Behandlung in Köln.

 

Wir bieten feste Sprechstunden, sowie außerhalb unserer Öffnungszeiten flexibel Termine nach Vereinbarung. Nutzen Sie zur Terminvereinbarung gerne unseren Rückruf-Service. Wenden Sie sich bei Fragen an das Praxis-Team und nutzen Sie die Möglichkeit, sich umfassend beraten zu lassen oder bei uns eine Zweitmeinung zu Ihren Befunden einzuholen.