Meniskus

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Das Kniegelenk gilt als das größte Gelenk im menschlichen Körper. Hier treffen Ober- und Oberschenkel aufeinander. Als Stoßdämpfer dient der Meniskus im Kniegelenk. Jedes Kniegelenk hat zwei Menisci, einen Innen- und einen Außenmeniskus. Der Meniskus besteht aus Faserknorpel und ist halbmondförmig. Ein Meniskusschaden oder ein Meniskusriss gehört zu den häufigsten Ursachen von Kniegelenksbeschwerden.
Im täglichen Leben und insbesondere beim Sport führen Drehungen und Schwerbewegung zu enormen Belastungen des Meniskus. Solch eine Schwerbewegung bei gebeugtem Knie kann beim Sport und bei Unfällen das Gewebe überlasten und aufgrund der geringen Verschieblichkeit des Meniskus zu einer Rissbildung führen.
Im Laufe des Lebens kommt es zu einem Alterungsprozess des Gewebes. Von der angeborenen Qualität des Gewebes hängt es dann ab, ob es im Laufe der Jahre auch ohne Unfall zu einer Zermürbung des Meniskus kommt .

Welche Beschwerden macht ein Meniskusriss?

Häufig können sich die Betroffenen nicht an ein bestimmtes Unfallereignis erinnern. Langsam und schleichend treten Schmerzen an der Innen- oder Außenseite des Kniegelenkes auf. In der Folge kommt es manchmal auch zu einer Schwellung des Kniegelenkes. Für die Schwellung ist ein sogenannter Reizerguss verantwortlich. Die Synovia, so nennt man die Gelenkschleimhaut, produziert dabei mehr Flüssigkeit. Ausgelöst wird dies durch Entzündungsprozesse, welche durch die gestörte Gelenkmechanik und einen Knorpelabrieb entstehen.

Liegt ein eingeklemmter Meniskus vor,  kann eine Bewegungsstörung mit Streckhemmung entstehen. Manchmal ist auch ein Schnappen zu spüren. Auf Dauer besteht eine verminderte Belastbarkeit und eine Unsicherheit beim Stehen und Gehen. Abgelöste Knorpelteile zerstören dabei den empfindlicheren Gelenkknorpel, welcher die Gelenke überzieht. Dies kann zur allmählichen Zerstörung des Gelenkknorpels führen an deren Ende eine Arthrose droht.

Welche Behandlungen gibt es?

Bei der veralteten offenen Meniskuschirurgie war in der Regel nur die Entfernung des ganzen   Meniskus möglich und ein Krankenhausaufenthalt von mehreren Wochen notwendig.  Mit den modernen minimalinvasiven Verfahren der Arthroskopie, wurde die Operation des Meniskus das erste Mal revolutioniert. Es wurde möglich, den Schaden zu glätten, nur kleine Teile des Meniskus zu entfernen oder eine Meniskusnaht durchzuführen.  Heute kann man mit Sicherheit feststellen, dass die Therapie des Meniskusschadens erneut eine erhebliche Veränderung durchläuft.

Gibt eine konservative nichtoperative Behandlungsmethode ?

Es ist nach wie vor selten, dass ein Meniskusriss ohne Operation ausheilt. Es gibt aber zunehmend neue Therapieansätze einen Meniskusriss ohne Operation zu behandeln. Dabei wird insbesondere zwischen einem unfallbedingten und einem verschleißbedingten Riss unterschieden.  In der akuten Phase nach einem Riss  hilft Schonung und die Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten. Eine Sportpause oder ein Sportverzicht sind oftmals nötig.  Gerade bei verschleißbedingten Rissen kann ein mehrwöchiger konservativer Behandlungsversuch eine Operation manchmal überflüssig machen.  Liegt gleichzeitig eine Arthrose vor, ist  eine Operation nur unter bestimmten Umständen erfolgversprechend.

Neue Ansätze zur Therapie mit Hyaluronsäure und Wachstumsfaktoren (PRP), welche unter Ultraschallkontrolle eingespritzt werden., sind noch nicht vollumfänglich untersucht, zeigen jedoch vielversprechende Ergebnisse.

Operative Behandlung des Meniskusrisses

Untersuchungen zeigen, dass bei Operationen so wenig wie möglich vom Meniskus entfernt werden sollte.  Einem erfahrenen Kniespezialisten ist es möglich mit der Arthroskopie wichtige Teile des Meniskus zu erhalten.  Wenn indiziert sollte man eine Meniskusnaht durchführen und den Meniskus erhalten.  Die Meniskusteilresektion sollte sparsam erfolgen.  Auch Kombinationen sind  heute durch neue hochmoderne Nahtinstrumente, welche in schwer zugänglichen Anteilen des Meniskus risikolos eingesetzt werden können,  möglich.

 

 

Die Meniskusnaht ist im randnahen Anteil am erfolgversprechendsten, da dieser durchblutet ist.

 

 

 

 

 

Fehlt bereits aufgrund einer früheren Operation ein größerer Anteil des Meniskus oder ist der Meniskus aufgrund einer komplexen Schädigung nicht mehr zu erhalten, kommt ein Meniskusersatz in Frage. Dabei wird ein Kollagen-Meniskus eingesetzt.  Da dieser Ersatzmeniskus einheilen muss ist eine langwierige Nachbehandlung erforderlich.

Wie sieht die Nachbehandlung einer Meniskusoperation aus?

Nach einer Meniskusoperation versucht man heute eine frühzeitige Mobilisation. Das operierte Knie wird für 3-7 Tage mit Gehstöcken teilbelastet.  Die Heilung wird durch Krankengymnastik, Lymphdrainage und Medikamente unterstützt.  Je nach Sportart ist die Sportfähigkeit nach 3-8 Wochen wiederhergestellt. 

Eine Meniskusnaht benötigt zum Einheilen eine längere  Schonung. Unter Umständen muss eine Schiene getragen werden.  Dank dieser längeren Nachbehandlung kann der Patient jedoch seinen eigenen Meniskus im Originalzustand erhalten.

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